Analoger Ausflug

Was lange geplant war, sollte nun endlich mal passieren. Ein Analoger Fotowalk.

Wir waren zu viert, bewaffnet mit 5 Rollfilmkameras. Wie hatten 2 Lubitel, eine Holga, eine Diana, eine Polaroid Land 350 und eine Hasselblad 503 (Die Mondkamera). Der Sound der Hasselblad war schon ein bisschen Fotomusik 🙂

Es sollte mein erster belichteter Rollfilm werde. Gescheitert bin ich schon am Einlegen des Film in die Lubitel. Da ich es noch nie gemacht habe, liess ich es mir mal schnell erklären.  Ich war schon sehr beeindruckt was es früher so alles tolles gab und fragte mich insgeheim wo die Kreativität in der heutigen Zeit ist, was Kamerabau anbetrifft.

Marco, seines Zeichens ehemaliger Profifotograf machte mit seinem Polaroidrückteil ein Foto von mir. Klong…geiles Geräusch gefolgt von einem tollem Foto. Über das Motiv schweigen wir jetzt mal.

Nach einer kleinen kölschen Erfrischung zogen wir los an den Rhein.

Das erste mal eine Doppeläugige in der Hang zu halten, war ein tolles Gefühl. Es stellte sich jedoch als garnicht mal so einfach heraus, dem Schätzchen ein Bild zu entlocken, geschweige den scharf zu stellen. Der Sucher, war eher ein Fenster. Als ich dann auch noch die Lupe, als Hilfe zur Fokussierung fand, war alles gut.

Ich machte mal ein Bild mit der Polaroid, mal ein Bild mit der Lubitel.

Leider hatten wir eine wenig Pech mit dem Wetter. Plötzlich fing es an zu regnen und wir beschlossen was Essen zu gehen und abzuwarten ob es evtl. aufhören würde zu regnen. Als schönen Abschluss gab es einen tollen, riesigen Regenbogen. Leider war ich nur mit einem SW-Film beladen.

Der Regen war weg und nahm das Licht gleich mit..schade. Insgesamt haben wir 5 Filme verschossen und warten nun alle ganz gespannt was da so kommt 🙂

Micha

Start einer Serie mit zur kreativen Arbeit in der Fotografie. Übung 1.

Hallo meine Lieben,

ich starte hiermit eine Serie in der ich euch gerne ein paar interessante Übung verstellen möchte, wie man seinen Blick zur Fotografie evtl. ein wenig ändert. Inspiriert ist die Serie von dem Buch “Schärfe deinen Blick“.

Die erste Übung die ich euch vorstellen möchte befasst mich mit dem Model und bedarf einer Gewissen Geduld.

Übung Nr.1: Stille

1. Montiere die Kamera auf einen Stativ und stelle alles so ein das Model scharf ist.

2. Einige dich mit dem Model auf eine Pose die nicht verändert werden darf.

3. Das Model darf sich eine Stunde lang nicht bewegen, zumindest soweit es geht.

4.Das Model schaut immer nur in die Kamera.

5.Rede nicht mit dem Model während des Shooting.

6. Setz dich neben die Kamera und benutze einen Fernauslöser

7. Mach  jede 5 Minuten ein Foto

 

So ich denke das war es.

Sicherlich fragt ihr euch, was das ganze soll und vor allem zu was das ganze führen soll. Ich werde es euch erklären.

Ich bin der Meinung das Fotografie nicht nur “Lichtmalerei” ist. Vielmehr finde ich, das die Fotografie “Beobachten” ist.

Genau darum geht es in dieser Übung.

Es ist nicht möglich eine Stunde lang ohne jegliche Regung dazusitzen. Die Gedanken, die einem Menschen durch den Kopf schiessen, spiegeln sich im Gesicht wieder. Sich darauf zu konzentrieren und es auf sich wirken lassen, kann eine sehr spannende Reise sein. Wenn ihr euch auf diese Reise begebt, werdet ihr erstaunt sein, wie sehr es euren Blick verändert und schärft.

in diesem Sinne Wünsche ich euch eine gute Reise

Einen schönen Tag wünscht euch Micha