Shooting mit der Schauspielerin Nadine Petry

Vor einigen Jahren habe ich Nadine Petry bei einem Shooting kennengelernt. Sie kommt aus Hessen und ist nicht oft in Köln. Leider haben wir es seit dem ersten und letzten Shooting nicht mehr geschafft gemeinsam zu shooten. Vor ein paar Wochen erreichte mich eine Mail ,das Sie für ein paar Tage in Köln ist und Lust hätte wieder mit mir zu Shooten.  Ich freute mich sehr auf das Shooting, jedoch war ich ein wenig unter Druck, da ich keine Ahnung hatte wer den da vor mir steht. Wir waren uns zwar nicht fremd aber sahen uns bis dato ca. 30 Minuten  Es gab viele Fragen, die mir im Kopf hin und her schwirrten und ein Konzept musste auch her.

1.Werde ich die Schauspielerin oder den Menschen Nadine vor mir haben?

2. Sind die Reaktionen gespielt oder echt?

3. Muss ich mir Posen ausdenken und das Rad neu erfinden?

4. Was erwartet eine Schauspielerin von dir?

Es waren nur wenige Fragen, die mich jedoch lange beschäftigen. Ich entschied mich zur guter letzt dafür, erst einmal den Menschen Nadine kennenzulernen, und Sie einfach mal zu fragen wer vor mir sitzt, die Schauspielerin oder der Mensch Nadine. Ich hatte auch die Idee aus dem Kopf geworfen, Nadine in ein Location zu zwängen.

Wir trafen und in der Mittagssonne am Grüngürtel in Köln. Wir setzen uns in den Schatten und redeten einfach wie zwei Menschen die sich gerade begegnet sind und sich nicht kennen unabhängig davon ob es jetzt Frau/Mann sind oder nicht. Irgendwann holte ich meine Kamera raus, frage ob ok ist und legte los. Eigentlich gab es nie ein Shooting sondern  Fotos einer Begegnung voller interessanter Themen. Am Ende unserer Begegnung konnte ich es mir dann doch nicht nehmen lassen die “Schauspielerin” abzulichten und Sie in eine Szene zu packen. Viele danke an Nadine Petry für die Begegnung und von meiner Seite aus viel Erfolg für ihre weitere Kariere.

Ich bin auf eure Meinung gespannt.

Schwarz-Weiß ist garnicht so einfach

Schon lange war ich von ausdrucksstarken SW-Portraits fasziniert. Tolles Licht, daraus resultierende Stimmung und die Reduktion auf das Motiv ohne farblichen Schnickschnack. Ich dachte mir, das ich das auch hinbekommen könnte.  Dachte ich 🙂

Nun stand ich vor meiner Blitzanlage und meinem Model und hatte keinen Plan was ich tun soll um auch nur halbwegs irgendwas zu Stande zu bekommen. Ich war nervös und das sind die Momente in der Fotografie die mir zeigen, wie viel Luft nach Oben mein “Können” noch hat.

Mein Model schlug mir vor, das wir uns noch einmal, fokussiert auf SW-Portraits, treffen und ich einfach probieren kann wie ich möchte. Ich war sehr erleichtert und auch sehr dankbar für diesen Vorschlag.So trafen wir uns also und ich war wieder in meinem Nervösmodus der sich aufgrund der Geduldigkeit des Models schnell legte.

Ich packte also meine Beautydish mit Wabe aus, stellte den 200er Blitz auf kleinste Leistung und los ging es.Ich probierte mal Streiflicht mal frontal, mal von oben mal von der Seite. Es dauerte nicht lange und ich hatte wieder dieses Gefühl, das es läuft. Zumindest im Rahmen meiner Möglichkeiten. Als Fazit für mich muss ich ziehen, das ich noch eine große Luft zwischen dem ist was ich möchte und dem was ich kann. Aber hier möchte ich euch nun zeigen was draus geworden ist. Die Entwicklung habe ich in Lightroom 5.0 gemacht.

Würde mich über eure ehrliche Meinung freuen