Fotobücher

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Das ist ja so eine Sache mit den Fotobüchern. Bei mir hat es mit einem Geschenk, Peter Lindbergs untitled 116, angefangen. Ich bekam es damals von meiner Frau zur Weihnachten. Das war das erste mal das ich ein Fotobuchband bewusst in der Hand hatte.
Seit dem Moment war ich angefixt von Fotobüchern. Ich sehe Fotobücher nicht wie eine Sammlung von Bildern die jemand gemacht hat. Ich sehe sie als Lehrbuch und als Inspiration.
Ein Lernbuch ohne Anleitung ist für mich wesentlich spannender, als einfach etwas nach Anleitung nachzumachen. Versucht man ein Foto zu kopieren muss man sich zwangläufig damit auseinandersetzten. Wie ist die Komposition, warum ist der Blickwinkel wie er ist. Welche Brennweite und wie wäre es wohl Schwarzweis oder Bunt usw.
Oftmals habe ich mich beim betrachten der Fotos in diversen Fotobüchern gefragt, warum ausgerechnet diese Foto.
Beantwortet konnte ich mir diese Frage nur sehr subjektiv. Ob es da überhaupt eine objektive Antwort drauf gibt, lassen wir mal dahingestellt.
Man nimmt sich mal fünf Minuten Zeit pro Foto. Man stellt sich mal die Frage: warum ist dieses Foto in diesem Buch. Was findet ihr für euch heraus? Ist das Foto eurer Meinung nach Wert in dem Buch zu sein? Trifft es die Aussage des Buches? Usw. Ihr werdet sehen das es spannender ist, als es auf dem ersten Blick erscheint.
Fotobücher sind für mich ein bisschen der Blick in das Innere des Fotografen. Themen, mit denen er sich beschäftigt und die Interpretation der Thematik. Aber auch die technische Seite inspiriert mich. Kombiniert man nun die Technik des einen Projektes mit der Aussage des anderen und fügt dem ganzen seine eigene Interpretation hinzu, entsteht wieder Neues und evtl. interessantes.
Ich hoffe für euch, das ihr auch ein paar schöne Fotobücher habt und euch daran erfreut, so wie ich an meinen.
Ich wünsche euch einen guten Tag morgen oder eine guten Nacht.
Euer Micha