Ein Tag Leichtathletik

Das schöne an der Fotografie ist, das man einfach mal machen kann was man möchte und auch mal Sachen machen kann die man noch nie gemacht hat.

2014 wollte ich unbedingt Sportler fotografieren. Aus Zeit und Selbstorganisationsgründen hat es leider nicht geklappt. Anders aber dieses Jahr. Ich finde wenn man sich ein neues Thema sucht, ist es manchmal schwer den “ersten” zu finden. Der erste der es riskiert das doch nichts gescheites bei rumkommt und der erste, der dir die Tür in ein neues Abenteuer aufhält. Glücklicherweise kenne ich Jil, die an der SpoHo studiert und folglich sehr sportbegeistert ist. So beschlossen wir ein Leichtathletik Shooting zu machen. Die Location sollte eine Sportstätte sein.

So machte ich mich an die Planung. Ich finde, das das ein sehr spannender Teil eines Shootings ist. Du sieht wie Probleme auf die zukommen, du Verträge schreiben muss, telefonieren muss und du versuchst an Drehgenehmigungen zu kommen. Wenn dann der Tag des Shooting näher rückt und du weiss das dir noch was fehlt, ist es immer ein bisschen spannend ob du dann doch noch alles zusammenbekommst. Ich hatte in dem falle Glück und traf eine Dame, die mir den Kontakt zur SpoHo erleichterte. Es gab eine fixe Korrespondenz und ich bekam meine Genehmigung im Leichtathletikstation der SpoHo fotografieren du dürfen.

Mein Plan war es eigentlich, dunkle energiegeladene Bilder zu machen.

©krolopgerst_martin_krolop_heinrich_popow_action_sport_foto©krolopgerst_martin_krolop_heinrich_popow_action_sport_foto (Das Foto stammt aus der Feder von Martin Krolop. Er hat es mir erlaubt, das Bild für meinen Beitrag zu benutzten. Vielen Dank an dieser Stelle).

Ich bin leider nicht im Besitz einer mobilen Blitzmöglichkeit, ausser meinem kleinem Aufsteckblitz. Evtl. gäbe es eine Möglichkeit um es mit dem EX430 zu machen, aber da stolpere ich dann über meine Blitzkompetenzen. Also scheiss was drauf hab ich mir gesagt und mach das was du kannst(sofern ich das beurteilen kann).

Wir hatte tolles Sonnenlicht an dem Tag und ich bat Jil, sich erst einmal aufzuwärmen.

Es standen 4 Disziplinen auf dem Programm. Speerwurf, Kugelstossen, Laufen und Weitsprung.

Angefangen haben wir mit Weitsprung. Ich war sofort sehr gebannt von dem Spass den das ganze bringt, und welche lustigen Sachen so entstehen wenn man anfängt Bewegung einzufrieren. Das nimmt man ja so mit dem Auge gar nicht wahr. Ich habe relativ schnell festgestellt wie schwer Sportfotografie ist. Das war mir tatsächlich bin von dem Shooting nicht bewusst.

Die Schnelligkeit des ganzen hat mich extrem überrascht. Haltet mich ruhig für wat blöd, nicht schlimm. Ich hab einfach noch nie drüber nachgedacht. Ich habe es mir so toll vorgestellt wie Jil vor schwarzem Hintergrund mit herumfliegenden Sand eingefroren ist. Aber leider war nix ist. Ich bin  positiv überrascht, jedoch sehe ich auch das da noch sehr viel Luft nach oben ist. Weiter ging es mit Kugel und Speer, so zum Luft holen.

Am Speerwerfen spannend ist es, wenn du als Fotograf vor dem Speerwerfer stehst und denkst, das das jetzt das letzte Bild wird was du tun wirst.

Nun komm ich zu meiner Lieblingsdisziplin, dem Laufen. Obwohl laufen erstmal nur eine Vorwärtsbewegung beschreibt, finde ich es fotografisch am spannendsten.

Zugegebener Massen sind es diesmal doch recht viele Fotos, aber ich fand die chronologische Reihenfolge sehr wichtig. Ich bin jetzt auf der Suche nach Sportlern die Lust haben sich von mir bei ihrem Sport fotografieren zu lassen.

Ich wünsche euch an an dieser Stelle einen schönen Tag.

Micha